Okkultismus ist ein recht ausgedehnter Begriff, der als magisch geltende Rituale und Praktiken umfasst wie Telekinese, Chiromantie (Handlesen), Kristallomantie, Radiästhesie (Wünschelrute), siderisches Pendel, Tischrücken, Gegenstände mit übernatürlichen Kräften (z.B. Amulette), Parapsychologie, Levitation, Telepathie, Gläserrücken, Wahrsagerei (z.B. Tarot, Glaskugel, Channeling, Alchimie) und übrige Formen der außersinnlicher Wahrnehmung. Wegen seiner Nähe zu Satanismus ist der Begriff Okkultismus heutzutage negativ behaftet. Deswegen wird heute jede Beschäftigung mit transzendenten Dingen als Esoterik bezeichnet.
Was ist Esoterik?
Wer Esoterik erfassen und begreifen möchte, übt seinen Verstand an einem untauglichen Objekt: «Esoterik», abgeleitet vom griechischen «esoteros» (innerlich, nach innen gewandt), rechnet mit einer Innenseite aller Dinge, aller Ereignisse und aller Wesen. Diese Innenseite des Wirklichen lässt sich mit dem üblichen Verstand nicht begreifen. Der Normalverstand erfasst aus esoterischer Perspektive nur die äusserlichen Aspekte der Wirklichkeit. Das innerlich Verborgene aber ist das eigentliche Wesen aller Dinge. Dieses Wesen lässt sich erfühlen, erspüren, erleben. Es offenbart sich in begnadeten Momenten und an besonderen Orten («Kraftorten») der wachen Seele. Es kommuniziert mit den Meditierenden, mit den sich in rituellen Tänzen Wiegenden und vor allem auch mit den Hellsichtigen und Hellfühlenden. Sie, die sog. Channels, die Kanäle, spazieren so mühelos, so spielerisch durch die geheimnisvolle innere Wirklichkeit wie Normalmenschen durch ihren Stadtpark in der Mittagspause.
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